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Jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte wird mit Niedriglohn abgespeist

Nachricht von Klaus Ernst,

Anfrage der Fraktion DIE LINKE bei Bundesagentur für Arbeit bringt ernüchterndes Ergebnis

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor – inzwischen gut jeder fünfte Vollzeitarbeitnehmer. Das hat die Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag bestätigt. Klaus Ernst stellt fest: "Arbeit darf nicht so billig sein wie Dreck. Wir fordern einen gesetzlichen Mindestlohn."


Rund 4,6 Millionen der rund 21 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland arbeiten für einen Bruttolohn von weniger als 1.800 Euro im Monat. Das sind 22,7 Prozent. Das zeigt, dass der Aufschwung nicht bei den Arbeitnehmern angekommen ist. Klaus Ernst kritisierte außerdem die Leiharbeit. Es müsse endlich für gleiche Arbeit gleiches Geld geben.

Die Niedriglohnschwelle von 1.800 Euro im Jahr 2010 errechnet sich nach einer Definition der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und entspricht zwei Dritteln des Medianlohns. In Deutschland lag der Medianlohn 2010 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 2.702 Euro monatlich. 

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