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Hühnerfabrik muss verhindert werden

Im Wortlaut von Caren Lay,

Kein Platz für eine industrielle Hühnerzucht: Caren Lay (l.) steht an der Seite der BI in Kubschütz

 

Von Caren Lay

Am 19. Juni war ich bei Vertreterinnen und Vertretern einer Bürgerinitiative meines Wahlkreises in der beschaulichen Gemeinde Kubschütz bei Bautzen eingeladen. Die Initiative hatte sich dort gegründet, um den Bau einer Hühneraufzuchtanlage mit 100.000 Jungtieren in unmittelbarer Nähe des Ortes zu verhindern. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es gleich los zu einer
ausgiebigen Rundfahrt durch den Ort und seine umliegenden Ortsteile durch eine sehr zwar landwirtschaftlich geprägte, aber dennoch sehr reizvolle Berg- und Hügellandschaft und offensichtlich intakten Natur.

Schließlich erreichten wir den Ort, den sich ein Investor für den Bau seiner Hühneraufzuchtanlage auserkoren hatte. Dass es tatsächlich fatal wäre, wenn in dieser wirklich malerischen Landschaft eine Massentieraufzuchtanlage für 100.000 Hühner gebaut würde, davon mussten mich die Mitglieder der Initiative gar nicht erst überzeugen. Zudem würde sie viel zu nahe an der nächstgelegenen Siedlung liegen. Die ausgehenden Gefahren durch Luft und Wasserverunreinigungen sowie Geruchsbelästigungen bereiten den Menschen vor Ort zurecht große Sorgen.

Bereits über 1200 Unterschriften hatte die Initiative gegen den Bau schon gesammelt, um die überwiegend ablehnende Haltung der BürgerInnen vor Ort gegenüber Gemeinderat und Landratsamt deutlich zu machen. Auch ich bin der Meinung, dass es nicht sein darf, dass die wirtschaftlichen Interessen einiger Profiteure vor Ort mehr wiegen, als die Wohn- und Lebensqualität von über 1000 betroffenen Bewohnern der umliegenden Ortsteile.

Deshalb habe ich der Bürgerinitiative in Kubschütz meine volle Unterstützung zugesichert und in einer Presseerklärung das Landratsamt Bautzen dazu aufgefordert, die Anlage nicht zu genehmigen.

Schließlich spricht sich DIE LINKE grundsätzlich gegen Massentierhaltung und für eine stärkere Förderung der Bio-Landwirtschaft aus. Die Tierhaltung muss endlich tier- und umweltgerecht erfolgen. Auch soziale und kulturelle Aspekte müssen dabei immer berücksichtigt werden.

linksfraktion.de, 19. Juni 2013

 

Zur Überblicksseite "Sommer im Wahlkreis 2013"

 

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