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Gewalt an Frauen endlich als ernstzunehmendes Problem anerkennen

Nachricht von Cornelia Möhring,

Für Frauen und Mädchen lauert die Gefahr in der eigenen Familie oder sogar im eigenen Bett: »Mehr als 50.000 Frauen und Mädchen wurden 2017 weltweit durch ihren Partner oder ein anderes Familienmitglied wegen ›ihrer Rolle oder ihrem Status als Frau‹ umgebracht. Auch in Deutschland ist die größte Gefahr für Frauen und Mädchen der eigene Partner: 123 Frauen wurden im letzten Jahr durch ihren (Ex-)Partner ermordet«, kommentiert Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, den heute veröffentlichte UN-Studie zu Tötungsdelikten weltweit.

»Trotz der hohen Zahlen verweigert die Bundesregierung anzuerkennen, dass Femizide – also Morde an Frauen, weil sie Frauen sind - in Deutschland vorkommen. Das haben unsere Kleinen Anfragen zu Femiziden in Deutschland gezeigt. Die Bundesregierung muss endlich die Augen aufmachen und Gelder in die Hand nehmen, um Gewalt an Frauen effektiv zu bekämpfen. Wir brauchen mehr Forschung zu Femiziden, eine bessere Finanzierung des Hilfesystems und Gelder im Haushalt für die Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Studie macht deutlich: Gewalt an Frauen muss endlich als ein ernstzunehmendes Problem anerkannt werden«, so Cornelia Möhring.

 

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