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Friedensnobelpreis 2019 sendet wichtige Botschaft

Im Wortlaut von Kathrin Vogler,

Von Kathrin Vogler, friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag


Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed hat die Initiative ergriffen und die jahrzehntelange Feindschaft mit dem Nachbarn Eritrea beendet, in seinem Land die Notstandsgesetzgebung aufgehoben, eine Amnestie für tausende politische Gefangene erlassen, korrupte Politiker und Militärs aus ihren Ämtern entfernt und die Rechte der Frauen im Land gestärkt. Im Juli 2018 wurde der Friedensvertrag zwischen Äthiopien und Eritrea unterzeichnet und endlich ein Krieg formal beendet, der allein von 1998 bis 2000 mehr als 100.000 Tote gefordert hat.

Jahrzehntelangen Konflikt überwunden

Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees würdigt mit dieser Auszeichnung ein historisches Ereignis, das uns allen, vor allem aber den Menschen in Äthopien und Eritrea, Hoffnung gibt: Ein jahrzehntelanger Konflikt wurde gelöst und das ermöglicht den Menschen nun ein Leben in Frieden. Das schafft gute Bedingungen dafür, dass auch in Eritrea der innere Kriegszustand, in dem Diktator Afewerki sein Volk mit Terror, Gewalt und Zwangsarbeit hält, überwunden wird. Dieser Friedensnobelpreis ist eine bedeutsame Botschaft für den afrikanischen Kontinent, der so viel an Ausbeutung, Leid, und Unterdrückung erlebt, und für die ganze Welt: Die Waffen nieder! Krieg und Gewalt können überwunden werden, eine Rückkehr zu Frieden und Versöhnung ist keine Utopie.

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