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Frieden muss von unten erkämpft werden

Nachricht von Christine Buchholz,

Unter dem Motto »Sie reden vom Frieden. Sie führen Krieg. Truppen raus aus Afghanistan!« fand am 4. Dezember die Internationale Gegenkonferenz zur Afghanistankonferenz der Bundesregierung statt. 400 Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner aus 17 Ländern nahmen teil.

Sie kritisierten die am 5. Dezember stattfindende Afghanistankonferenz als eine Konferenz der Arroganz, auf der weder das afghanische Volk noch oppositionelle Kräfte zu Wort kämen. Allein zwei handverlesene Vertreter der Zivilgesellschaft sollen dort sprechen.

Einhellig verurteilten Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntag, dass die Bundesregierung und ihre internationalen Partner die Politik der ersten Bonner Konferenz auf dem Petersberg fortsetzt, indem sie ausschließlich mit denen kooperiert, die die westlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen bedienen.

An der Konferenz der Friedensbewegung hingegen nahmen weit über 50 oppositionelle Afghaninnen und Afghanen teil. Sie machten deutlich, dass Demokratie und Wiederaufbau nur eine Chance haben, wenn sie nicht von außen gebracht, sondern von unten erkämpft werden.

Dies war auch der Tenor eines Workshops der LINKEN, auf dem die Bundestagsabgeordneten Heike Hänsel und Christine Buchholz gemeinsam mit der afghanischen Frauenrechtlerin und Kriegsgenerin Malalai Joya, dem Aktivisten Mahmood Pais und weiteren internationalen Gästen diskutierten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz vereinbarten weitere gemeinsame Aktionen gegen den Krieg in Afghanistan und verständigten sich auf eine gemeinsame Initiative gegen einen möglichen Luftschlag gegen den Iran.

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