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»Eine exemplarische Deutsche«

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Bundespressekonferenz: Beate Klarsfeld in Berlin

Sie trete an als "eine exemplarische Deutsche“, sie habe immer  versucht, "ein neues Bild von Deutschland zu schaffen". An der Seite von Gesine Lötzsch, Klaus Ernst und Gregor Gysi hat sich Beate Klarsfeld am Mittwoch vor Journalisten in der Bundespressekonferenz als Präsidentschaftskandidatin vorgestellt. "Ich hoffe, dass so viele wie möglich für mich stimmen werden aus allen Parteien", sagte die 73-jährige gebürtige Berlinerin. "Ich habe immer große Gegner gegen mich gehabt und bin trotzdem gegen alle angetreten."

  "Wir stellen sie nicht als linke Kandidatin auf, sondern als eine überparteiliche Alternative – eine Alternative, die wir für die bessere halten“, sagte Klaus Ernst in seinen einführenden Worten. Klarsfeld wäre eine ausgezeichnete Präsidentin. Die Journalistin widmete ihr Leben der Verfolgung von Nazi-Verbrechen und der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit deutscher Politiker.    Gesine Lötzsch zeigte sich beeindruckt von der Biografie von Beate Klarsfeld: "Dass sie ihre Würde verteidigt hat und damit die Würde aller Deutschen, die sich aufgemacht haben und zur Aufklärung von Nazi-Verbrechen beigetragen haben. Sie hat sich mit dem Staatsversagen nicht abgefunden.“   Beate Klarsfeld sagte, sie habe nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, ein "neues Bild von Deutschland zu schaffen". Dabei sei es um drei Punkte gegangen: "Zuerst nicht zu erlauben, dass ehemalige aktive Nazis wieder ein Land regieren können – Bundeskanzler Kiesinger, die NS-Verbrecher zu bestrafen und dann auch Solidarität zu beweisen mit den Juden, die verfolgt wurden, und die Existenz und die Sicherheit des Staates Israels zu verteidigen.“   Der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi sagte: "Wir haben einfach eine tolle Kandidatin aufgestellt.“ Eigentlich müsse ganz Deutschland auf sie stolz sein. Eine Bundespräsidentin Beate Klarsfeld könne der gesamten internationalen Öffentlichkeit zeigen: "Es ist jetzt ein anderes Deutschland."