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Drehtüreffekt in Jobcentern

Nachricht von Susanne Ferschl,

In Deutschlands Jobcentern gibt es einen massiven Drehtüreffekt. 2018 waren hunderttausende frühere Hartz-IV-Bezieher nach kurzer Zeit wieder auf die staatliche Leistung angewiesen.

Das geht aus der Antwort [PDF] der Bundesregierung auf eine Anfrage von Susanne Ferschl hervor. Darin heißt es: "Nach der Grundsicherungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit beendeten im Jahr 2018 rund 1.743.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte den Regelleistungsbezug in der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Von diesen befanden sich rund 23 Prozent innerhalb von drei Monaten wieder in Regelleistungsbezug."

Susanne Ferschl kommentiert: "Die Zahlen machen deutlich: Hartz IV zwingt Menschen mit Sanktionen in miese, oft nur kurzfristige Jobs. So bleiben sie weiter abhängig vom Amt oder kommen - wenn überhaupt - nur kurzzeitig aus dem Hartz-IV-Bezug heraus. Hartz IV ist kein  "Sprungbrett in die Eigenverantwortung" - die Agenda 2010-Politik ist eine Sackgasse und hat jeden Fünften Erwerbstätigen arm gemacht. Die  Menschen wollen arbeiten, aber zu würdevollen Bedingungen. Deshalb muss Schluss sein mit der Ausbeutung im Niedriglohnsektor - mit Leiharbeit, Minijobs und Befristungswahnsinn. Wir brauchen endlich eine Kehrtwende am Arbeitsmarkt und politische Rahmenbedingungen für eine Stärkung gewerkschaftlicher Organisationsmacht und der Tarifbindung."

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