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Der Tag des Grünen Daumens

Im Wortlaut von Heidrun Bluhm,

Im Warener Wildpflanzengarten bereitet Heidrun Bluhm eine Pflanzfläche für neue Kräuter vor

Von Heidrun Bluhm

Penzlin und Waren hießen die letzten Stationen meiner Wahlkreistour in diesem Jahr.
Das war ein Garten- und Landschaftspflegetag. Nachdem ich schon vor Schichtbeginn auf der Burg Penzlin etwas für meine historische Heimatbildung getan hatte, ging es zum örtlichen Denkmal für die Opfer des Faschismus. Dort waren in der Grünanlage Rhododendronbüsche anzupflanzen. Die können zwar, wie ich feststellte, das Gesamtbild der Anlage ein wenig aufhübschen, an dem – vorsichtig gesagt – renovierungsbedürftigen Zustand des Denkmalplatzes bleibt dennoch einiges zu tun. Der Anblick der Zugangsstufen tat mir als Frau vom Bau in der Seele weh. Ich habe deshalb kurz entschlossen mit dem amtierenden Bürgermeister der Stadt vereinbart, im September noch mal wieder zukommen – mit Mörtelkübel, Maurerkellen und ein paar Helfern. Das Angebot wurde dankend angenommen. Die Stadtverwaltung wird die Aktion unterstützen – und falls es was zu genehmigen gibt: Bis dahin ist ja noch etwas Zeit und die Aktion „750 Minuten für die Stadt Penzlin im Jubiläumsjahr“ läuft dann auch noch.

Die Zeit bis zur Weiterfahrt nach Waren hab ich dann übrigens auch noch sinnvoll, wenn auch außerhalb des Gute-Taten-Tour-Plans, genutzt. Ein Fernsehteam der ARD mit dem vor allem aus der Fernsehserie Polizeiruf 110 bekannten Schauspieler Charlie Hübner arbeitet gerade an einer Dokumentation über Mecklenburg-Vorpommern. Andere Teams machen das gleiche in den anderen Bundesländern für eine große Sendung am 3. Oktober. Jeweils prominente Künstler aus dem Bundesland stellen gemeinsam mit Politikern aus der Region das Land vor, sagen, was sie an dem Land und den Menschen schätzen und lieben, und auch, was sie nicht mögen und was ihnen Sorgen macht. Das ist der Plan. Ich bin gespannt auf das Ergebnis. Also Fernsehprogramm 03.10.2013, ARD vormerken!

Am Nachmittag in Waren konnte ich in Augenschein nehmen, was nach meinem Besuch vor einem Jahr aus dem dortigen Wildpflanzengarten geworden ist. Dort hatte ich mit einem Arbeitseinsatz geholfen, das Projekt aus der Taufe zu heben und mit einem Scheck ins Laufen zu bringen. Es hat sich gelohnt. Die Leiterin des Gartenprojekts hat mit bewundernswertem Engagement, mit ihrem Mann und vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus den Warener Schulen ein Naturkleinod mitten in der Stadt zum Anschauen, Lernen und Mitmachen geschaffen. Viel mehr als mit der Hacke eine Pflanzfläche für die nächsten Kräuter und Wildblumen anzulegen, blieb mir dieses Mal nicht zu tun. Aber schön war´s im schönsten Wahlkreis der Welt!

 

linksfraktion.de, 17. Juli 2013

 

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