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Den Preis für Post-Dividenden zahlen die Beschäftigten

Im Wortlaut von Jutta Krellmann,

  Von Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion   Die Privatisierung der Post bekommt ihren Arbeitgebern und Aktionären ganz gut, denn die Dividenden steigen. Aber den Preis zahlen mal wieder die Beschäftigten. Vollzeitstellen werden abgebaut, Neueinstellungen in Teilzeit gezwungen und Arbeitsverträge befristet. Die Arbeitsverdichtung nimmt zu und die Beschäftigten werden krank.   Die überdurchschnittliche hohe Ausschüttungsquote zeigt deutlich, dass die Portoerhöhung der letzten Jahre nicht in das Personal investiert wurde, wie den mehr zahlenden Verbraucherinnen und Verbrauchern Glauben gemacht wurde. Wieder einmal zeigt sich, dass Privatisierungen und Börsengänge der falsche Weg sind. Und wieder hängt der Staat noch mit drin und duckt sich weg. Es ist wahrlich eine Schande, dass die Bundesregierung 2013 unter der FDP auf ihr Vetorecht verzichtet hat und wir jetzt erleben müssen, dass nun auch die Post Tarifflucht nach dem »Modell Amazon« betreibt.    Arbeiten im Wirtschaftszweig „Post-, Kurier- und Expressdienste“ heißt insgesamt, dass man mit prekären Bedingungen abgespeist wird. DIE LINKE streitet dafür, dass der Gesetzgeber hier einen Riegel vorschiebt und prekäre Arbeit eindämmt. Leiharbeit muss strikt begrenzt, das unbefristete Arbeitsverhältnis wieder zur Regel werden. Außerdem müssen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse der vollen Sozialversicherungspflicht unterworfen werden.   linksfraktion.de, 27. Januar 2015

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