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Das Motto kann nur heißen: Jetzt erst recht!

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Die Polizei zeigt am zweiten Tag der Blockupy-Proteste massive Präsenz. Effi Böhlke berichtet aus Frankfurt am Main.


War gestern noch ein zwar kühler, aber doch schöner Maientag in Frankfurt, an dem die Polizei bei aller Präsenz – immerhin waren etwa 5000 Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet ein- und aufgefahren – sich doch verhältnismäßig zurückgehalten hatte und sich Protestierende und "Normalbürger" zum Teil volksfestartig miteinander vereinen konnten, hat der heutige Freitag einen anderen Charakter: Das Wetter ist trüb. Die Polizei zeigt seit dem Morgen massive Präsenz, am Hauptbahnhof sind große Mannschaftsbusse aufgefahren, denen schwarzgekleidete Polizisten entsteigen. Das Mainufer ist mit Polizeiwagen garniert, und auf dem Main, wo gestern noch friedliche Segelboote ihre Bahnen zogen, sind heute kleinere und größere Boote der Wasserschutzpolizei unterwegs. Kleine Gruppen vorwiegend jüngerer Personen laufen am Mainufer entlang und rufen sich von einem Ufer zum anderen Parolen zu. Vor der EZB, wo am Vormittag Herbert Behrens und MitarbeiterInnen der Bundestagsfraktion Stellung genommen hatten, steht die Polizei mit Hunden.
  Es entsteht der Eindruck, dass die Polizei zu provozieren, zumindest aber einzuschüchtern versucht: Zu provozieren, um nachträglich die von vielen BürgerInnen als nicht nachvollziehbar empfundenen Verbote der Blockupy-Aktionen zu legitimieren; einzuschüchtern, um so viele Menschen wie möglich von der Teilnahme an der für morgen, Sonnabend, geplanten – und genehmigten! – Demonstration abzuhalten.
  Hier kann das Motto nur heißen: Jetzt erst recht!
  In jedem Fall wird die Bundestagsfraktion versuchen, ihre für den heutigen Tag geplanten und nunmehr verbotenen Veranstaltungen in geeigneter Form durchzuführen – trotz alledem.

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