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51 Prozent mehr arbeitslose 64-Jährige als im Jahr 2010

Nachricht von Matthias W. Birkwald,

Im April 2012 waren 5.837 oder 50,9 Prozent mehr 64-Jährige arbeitslos als im Juni 2010. Unter den 60- bis unter 64-Jährigen waren es 48.635 oder 35,3% mehr Erwerbslose (Tabelle 1). Das widerspricht eindeutig dem allgemeinen Trend rückläufiger Arbeitslosenzahlen. Diese Daten ergeben sich aus einer Kleinen Anfrage von Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag. Dazu Birkwald:

  "Die Zahlen zeigen die dunkle Seite der Rente erst ab 67. Wer von steigender Beschäftigung Älter spricht, darf von der rapide steigenden Arbeitslosigkeit der 60- bis 64-Jährigen nicht schweigen. Unter diesen Bedingungen ist und bleibt die Rente erst ab 67 ein perfides Programm, das Renten kürzt und Altersarmut erzeugt. Sie muss deshalb sofort ausgesetzt und letztendlich zurückgenommen werden."



  Auch wenn die Beschäftigtenzahlen in den vergangenen Jahren stets gestiegen sind, so bleiben die Vollzeit-Beschäftigtenquoten weiterhin dürftig. Bei den 60- bis 64-Jährigen beträgt sie nicht einmal ein Fünftel (19,4 Prozent) und bei den 64-Jährigen verbleibt sie weiterhin unter zehn Prozent (9,9 Prozent) (Tabelle 2). 64-jährige Frauen sind sogar nur zu 5,9 Prozent in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Tabelle 3).

 

 

Anhang

  • Beschäftigungsquoten Älterer (60-64-Jähriger) (Tabelle 3)
  • Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und -quoten (weitere Auswertungsergebnisse)
  • Antwort des BMAS auf die Kleine Anfrage samt Tabellenanhang