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Bahn der Zukunft

Themenpapiere der Fraktion

Die Bahn macht in der Regel negative Schlagzeilen. Als zum Beispiel am 21. März 2013 Bahnchef  Rüdiger Grube die neue Bahnbilanz vorstellte, gab es im Vorfeld  in den Medien eine große Zahl von Berichten über vernagelte und aufgegebene Bahnhöfe, über eine mangelhafte Infrastruktur und über Regionen, die von der Schiene abgehängt wurden.

Wie wäre es, wenn wir einmal von der Bahn der Zukunft reden würden? DIE LINKE hat hierzu höchst konkrete Vorstellungen. Eine Bahn der Zukunft muss

  • eingeordnet sein in eine allgemeine Verkehrspolitik, die gezielt auf nachhaltige Mobilität setzt und damit die nichtmotorisierten Verkehrsarten (zu Fuß gehen und Rad Fahren), die Schiene und die Binnenschifffahrt fördert und gleichzeitig die erhebliche Subventionierung des Flugverkehrs und des Straßenverkehrs beendet,
  • eine Flächenbahn sein und damit das gesamte Land optimal erschließen. Allein die Tatsache, dass es auf dem Gebiet der gegenwärtigen Bundesrepublik Deutschland noch nach dem Zweiten Weltkrieg ein Schienennetz mit deutlich mehr als 50.000 km gab, wohingegen das gegenwärtige nur noch rund 35.000 km groß ist, zeigt den Nachholbedarf,
  • bei den Fahrtzeiten das Grundgerüst „Integraler Taktfahrplan (ITF)“ haben. Das heißt, Nahverkehr, Regionalverkehr und Fernverkehr sind in festen, leicht einprägsamen Taktzeiten miteinander verknüpft. Im Fernverkehr ist dabei der Stundentakt das Minimum und ein Halbstundentakt anzustreben. Dem Prinzip der Flächenbahn folgend müssen möglichst alle größeren Orte einen Anschluss an die Schiene haben,
  • über ein enges Netz von Bahnhöfen verfügen, die „Visitenkarten“ des Schienenverkehrs“  - also gepflegt, attraktiv und komfortabel  – sind, von denen der überwiegende Teil mit Personal besetzt ist und einen Grundservice anbietet,
  • den Schienenverkehr zu Preisen anbieten, die zu einem sprunghaften Anstieg des Anteils der Schiene im gesamten Verkehrsmarkt führen. Das aktuelle Fahrpreisniveau ist deutlich zu hoch. Dabei müssten die beiden Mobilitätskarten BahnCard50 und BahnCard100 im Zentrum stehen und aufgrund ihres (deutlich niedrigeren) Preises und des attraktiven (deutlich besseren) Angebotes eine rund zehn Mal größere Verbreitung als gegenwärtig finden,
  • Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine optimale Mobilität eröffnen. Kein anderes motorisiertes Verkehrsmittel ist so geeignet zur Umsetzung des Prinzips der Barrierefreiheit wie die Bahn,
  • im Top-Management überwiegend aus Personen bestehen, die aus dem Bahnbereich kommen und selbst leidenschaftliche Anhängerinnen und Anhänger  des Schienenverkehrs sind,
  • an der Fahrgastmaximierung und an der Kundenzufriedenheit anstelle der Profitmaximierung orientiert sein,
  • sich auf den Schienenverkehr im Inland konzentriert und kooperativ mit den Eisenbahnen in den anderen europäischen Ländern zusammenarbeiten und nicht, wie gegenwärtig bei der DB AG der Fall, als Global Player und im Ausland mit einer aggressiven Politik der Firmenübernahme auftreten.

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