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Arbeitszeitverkürzung

Themenpapiere der Fraktion

 

Rund 2,5 Millionen Menschen sind offiziell arbeitslos. Mehrere Hunderttausend haben zwar keine Arbeit, werden aber statistisch nicht als arbeitslos erfasst. Hinzu kommen Millionen Menschen in Minijobs oder in Teilzeit, die gerne länger arbeiten würden.

Gleichzeitig müssen viele, die eine Vollzeitstelle haben, sehr lange arbeiten. Vollzeitbeschäftigte wünschen sich oft eine kürzere Arbeitszeit, Teilzeitbeschäftigte eine längere. Diese Wünsche stehen mit der tatsächlichen Arbeitszeit nicht im Einklang.

Statt lange Arbeitszeiten für die Einen und gar keine oder zu wenig Arbeit für die Anderen, muss die vorhandene Arbeit gerechter verteilt werden. Das bedeutet, dass die Arbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte verkürzt und Überstunden begrenzt werden müssen. Die Arbeitszeit zu reduzieren, ist für die Fraktion DIE LINKE ein zentrales Instrument gegen Arbeitslosigkeit und für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Wir treten für eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht und mit Personalausgleich ein. Arbeitszeitverkürzung ist auch wichtig, um die vorhandene Arbeit gerechter zwischen Frauen und Männern zu verteilen. In Krisenzeiten kann durch Arbeitszeitreduzierungen vermieden werden, dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Das hat die vergangene Krise 2009 eindrücklich gezeigt.

Arbeitszeitverkürzung ist aber auch wichtig für die Gesundheit der Beschäftigten. Denn lange Arbeitszeiten machen krank. Der Arbeitszeitreport 2016 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt fest, dass mit zunehmender Länge der Arbeitszeit der Anteil der Beschäftigten steigt, die über gesundheitliche Beschwerden berichten. Bereits ab zwei Überstunden werden deutlich häufiger gesundheitliche Beschwerden genannt und mit steigender Überstundenzahl nehmen insbesondere körperliche Erschöpfung und Schlafstörungen zu.

Die Fraktion DIE LINKE fordert, die zulässige wöchentliche Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz von 48 auf 40 Stunden pro Woche zu senken. Die 35-Stundenwoche und weitere tarifliche Arbeitszeitverkürzungen wollen wir gemeinsam mit den Gewerkschaften durchsetzen.

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