Zum Hauptinhalt springen

Zivil-militärische Doppelstrategie scheitert an der Wirklichkeit

Pressemitteilung von Monika Knoche,

Zur Afghanistan-Strategie der Regierungskoalition erklärt Monika Knoche, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE:

Selbst innerhalb der Regierungskoalition ist die Afghanistan-Strategie an einem Scheideweg gelangt. Es ist Zeit, nüchtern zu bilanzieren, was der sogenannte Krieg gegen den Terror tatsächlich bewirkt. Festzustellen ist, je länger der Krieg dauert, desto mehr erstarken die Taliban. Niemand darf sich von Geiselnahmen und Menschenrechtsverletzungen die Richtung der Politik diktieren lassen. Doch ist offenkundig, dass mit einem Immer-Mehr vom Falschen, nämlich immer mehr Militär, keine Friedensperspektive für Afghanistan entsteht.

Afghanistan braucht nicht noch mehr Soldaten, sondern eine kluge Exit-Strategie und eine völlige Umwidmung der personellen und finanziellen Mittel des Afghanistan -Engagements. Nicht das Militär, sondern der zivile Aufbau und die Entwicklung eines zivilen Staatswesens müssen gestärkt werden. Zwei Milliarden sind bisher fürs Militär ausgegeben worden, während der direkte Aufbau nur 600 Millionen Euro wert war. Wir wollen die gesamten Ressourcen in eine echte zivile Friedensmission lenken.

Auch interessant