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Wer den Schutz der Zivilbevölkerung will, muss Krieg beenden

Pressemitteilung von Wolfgang Gehrcke,

„Der Deutsche Bundestag muss sich umgehend mit dem Bericht der UNO zur Lage in Afghanistan auseinandersetzen. Es ist unverantwortlich, dass er immer mehr deutsche Soldaten nach Afghanistan schickt, ohne über die Folgen seines Handelns Rechenschaft abzulegen“, so Wolfgang Gehrcke anlässlich des UN-Berichts über das Ansteigen ziviler Opfer in Afghanistan. Der Sprecher für internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Nach Angaben der UN stieg die Zahl der Toten und verletzten Zivilisten in Afghanistan in der ersten Hälfte des Jahres 2010 um 31 Prozent. Im ersten Halbjahr 2010 kamen insgesamt 1.271 Afghanen ums Leben, 1.997 wurden verletzt. Die Zahl der Kinder unter den Opfern stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 55 Prozent. Angesichts dieser schockierenden Zahlen geht die Schlussfolgerung des UN-Berichts nicht weit genug. Richtig ist zwar, dass sich die Kampfparteien an einem Kodex halten müssen, der das Leben der Zivilbevölkerung durch die Kampfhandlungen nicht in Mitleidenschaft zieht. Wer aber Schutz für die Zivilbevölkerung will, muss den Krieg beenden. Dafür bedarf es einer Friedensperspektive für Afghanistan. Sie beginnt mit einem sofortigen Waffenstillstand, auf den ein Versöhnungsprozess folgen muss, der ohne Abzug der ausländischen Truppen nicht möglich ist.“

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