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Waffenabgabe in Kolumbien ist historisch

Pressemitteilung von Heike Hänsel,

„Dass die ehemaligen Farc-Kämpfer ihre Waffen abgeben, ist ein historisches Ereignis für Kolumbien. Während die politische Rechte in diesem südamerikanischen Land um Ex-Präsident Álvaro Uribe stetig gegen den Frieden arbeitet, haben die Farc-Kämpfer mit dieser Aktion eindrucksvoll bewiesen, dass sie den bewaffneten Konflikt überwinden wollen“, sagt Heike Hänsel, Vizevorsitzende und entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Nun kommt es darauf an, dass das von rechter Seite torpedierte Friedensabkommen von der Regierung und den zuständigen Institutionen umgesetzt wird, um die bisherigen Erfolge abzusichern.“ Hänsel weiter:

„Die kolumbianische Justiz und die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos sind nun gefordert, die inhaftierten Mitglieder der Farc endlich freizulassen und der eigens eingerichteten Sonderjustiz für den Frieden zu übergeben. Von den 26 Entwaffnungszonen aus sollen die knapp 7.000 Ex-Kämpfer einen Weg in das zivile Leben zurückfinden, dafür benötigen sie eine deutlich bessere Infrastruktur als bisher.

Für einen nachhaltigen Friedensprozess im Land muss nun die Gefahr, die von rechten Paramilitärs ausgeht, von der Regierung bekämpft und die versprochene soziale Dividende in den Regionen endlich umgesetzt werden. Dazu gehören Opferentschädigungen, Landrückgabe und Neuverteilung von Land, Armutsbekämpfung sowie der Aufbau einer sozialen Infrastruktur in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Entwicklung.“

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