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Vorösterliches Versteckspiel in der Statistik bekämpft Arbeitslosigkeit nicht

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Der offiziell vermeldete Rückgang der Arbeitslosenzahl beruht vor allem auf statistischen Effekten. Tatsächlich hat die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahresmonat um 143.000 zugenommen. Doch die realen Zahlen muss man im Arbeitsmarktbericht suchen wie gut versteckte Ostereier", sagt Sabine Zimmermann. "Wir brauchen eine ehrliche Arbeitslosenstatistik. 1,2 Millionen Arbeitsuchende werden statistisch einfach ignoriert." Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Sucht man nach Antworten der Bundesregierung auf die Beschäftigungskrise, findet man leider nur faule Eier. Schwarz-Gelb sagt nichts dazu, wie Arbeitsplätze gesichert und die Ausbreitung von Billigjobs verhindert werden sollen. Dabei sind die Aussichten mittelfristig eher schlecht. Denn in den nächsten Monaten droht die Wirtschaft weiter zu stagnieren. Damit ist ein schleichender Jobverlust zu befürchten.

DIE LINKE. fordert deshalb, die Kurzarbeiterregelung unverzüglich zu verlängern und ein Zukunftsprogramm für zwei Millionenarbeitsplätze aufzulegen. Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I ist krisenbedingt auf 24 Monate auszudehnen, um bei Arbeitslosigkeit einen schnellen Absturz in Hartz IV zu verhindern. Die Hartz IV-Regelsätze müssen auf 500 Euro erhöht werden. So werden die Menschen nicht gezwungen, Arbeit zu jedem Preis anzunehmen, und die Binnennachfrage wird gestärkt."

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