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Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern - Arbeitgeber in die Pflicht nehmen

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

Die Bundesregierung muss die Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, fordert der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst, angesichts eines aktuellen OECD-Ländervergleichs:

Die OECD-Studie bestätigt, was viele junge Eltern im Alltag schmerzhaft zu spüren bekommen: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Deutschland katastrophal. Niedrige Löhne, überlange oder ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und befristete Arbeitsverhältnisse machen Eltern den Alltag schwer. Hinzu kommen die fehlenden Kinderbetreuungsangebote in vielen Regionen. Auch der Abbau der Arbeitnehmerrechte in den letzten Jahren hat das Land familienunfreundlicher gemacht. Wie sollen junge Menschen sich für Kinder entscheiden, wenn sie nicht wissen, ob sie im nächsten Monat noch einen Job haben? Da hilft auch das Elterngeld nichts!

Ich fordere die Bundesregierung deshalb auf, rechtliche Regelungen auf den Weg zu bringen, die die Rechte von Eltern im Erwerbsleben stärken. Denn auf das freiwillige Engagement der Arbeitgeber ist kein Verlass. Zum Beispiel sollten Eltern auf Wunsch von Schichtarbeit und Überstunden befreit werden und der Kündigungsschutz für Eltern bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes ausgeweitet werden. Auch die Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten müssen gestärkt werden, damit diese familienfreundliche Arbeitszeitmodelle in den Betrieben durchsetzen können.

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