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Verdi und LINKE fordern mehr Pflegekräfte im Krankenhaus

Pressemitteilung von Kathrin Senger-Schäfer, Harald Weinberg,

"Die Gewerkschaft der Krankenhausbeschäftigten und DIE LINKE sind sich einig: Es muss eine gesetzliche Mindestpersonalbemessung für den Pflegedienst geben. DIE LINKE hat hierzu bereits im Januar einen Antrag gestellt", erklärt Harald Weinberg, Obmann der LINKEN im Gesundheitsausschuss zu dem heute in Berlin stattfindenden Hearing der Fraktion. Weinberg weiter:

 

"Ich begrüße die Tarifbewegung an der Charité sehr. Sie kann nicht nur helfen, die Situation an der Charité selbst zu verbessern, sondern sie ist auch ein Beispiel für alle anderen Krankenhäuser. Es freut mich aber, dass Verdi nicht nur auf die Mittel des Tarifvertrags setzt, sondern eine bundesweite gesetzliche Mindestpersonalbemessung fordert. Denn eine Beschränkung auf den Tarifvertrag würde das Recht der Patientinnen und Patienten auf die bestmögliche Versorgung von dem jeweils in dem Krankenhaus geltenden Tarifvertrag abhängig machen."Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, fügt hinzu: "Der Handlungsdruck ist enorm. Der Pflegedienst der Krankenhäuser ist einerseits einer zunehmenden Arbeitsbelastung ausgesetzt, während immer weiter Stellen abgebaut oder in Teilzeitstellen umgewandelt werden. Andererseits handelt die Bundesregierung fahrlässig, indem sie den Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals und der Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten leugnet und nicht die Notwendigkeit von gesetzlichen Maßnahmen für eine Mindestpersonalbemessung erkennt. Es ist an der Zeit, parlamentarisch wie außerparlamentarisch den Druck zu erhöhen."

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