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Unternehmen haben die Pflicht zur Ausbildung

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Bundesbildungsministerin Annette Schavan lehnt die Pläne der SPD zur Einführung eines Ausbildungsbonus für überdurchschnittlich ausbildende Betriebe ab. Sie schlägt stattdessen einen Zuschuss bei den Ausbildungsvergütungen vor, wenn so genannten Altbewerberinnen und Altbewerbern eine Chance gegeben wird. Hierzu erklärt Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Die jahrelange Ausbildungsverweigerung der Unternehmen soll nun auch noch belohnt werden. DIE LINKE lehnt sowohl die von der Union geforderten Kombilohnprogramme, als auch finanzielle Zuschüsse an überdurchschnittlich ausbildende Betriebe, finanziert aus Steuermitteln, ab. Diese Konzepte sind ein Hohn für die Zukunftsperspektiven junger Menschen.

Über die Hälfte der Ausbildungsplatzsuchenden sind inzwischen so genannte Altbewerberinnen und Altbewerber. Diesen Jugendlichen muss dringend eine Perspektive geboten werden. Die Misere auf dem Ausbildungsmarkt kann aber nur durch eine gesetzliche Ausbildungsplatzumlage gelöst werden. Das Prinzip ist einfach:
Unternehmen, die ihrer Pflicht zur betrieblichen Ausbildung nicht nachkommen, werden zur Kasse gebeten. Aus diesen Mitteln können dann diejenigen unterstützt werden, die Ausbildungsplätze anbieten. Der Vorschlag der Fraktion DIE LINKE nach einer gesetzlichen Ausbildungsplatzumlage folgt diesem einfachen Prinzip. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Koalitionshickhack, welches an der Lebenswirklichkeit junger Menschen völlig vorbeigeht, endlich zu beenden und diesen Vorschlag aufzugreifen.

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