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Umfangreiches Sonderprogramm zur Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe nötig

Pressemitteilung von Norbert Müller,

"Wir dürfen uns von den Ergebnissen der Evaluation zum Bundeskinderschutzgesetz und der Willenserklärung der Bundesregierung nicht blenden lassen. Zwar ist die Sensibilität für den Kinderschutz gestiegen und der Schutz von Kindern und Jugendlichen soll weiter verbessert werden, allerdings in bei weitem nicht ausreichendem Maße", erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Ergebnisse der Evaluation zum Bundeskinderschutzgesetz. Müller weiter:

"Wir erleben insgesamt einen massiven Anstieg an Aufgaben und Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe. Aufgrund der vielerorts unzureichenden Ressourcenausstattung, fehlender Fachkräfte, hoher Krankenstände und personeller Diskontinuitäten droht insgesamt eine strukturelle Unterversorgung. Die Zuwanderung von Bürgerkriegsflüchtlingen, darunter viele unbegleitete Minderjährige, bringt viele weitere Aufgaben für die Kinder- und Jugendhilfe mit sich, ohne dass eine entsprechende Ausstattung erfolgt. In zahlreichen Aufnahmeeinrichtungen sind Fragen des Kinderschutzes ungeklärt, worauf u.a. der Beauftragte für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauches, Wilhelm Röhrig, erst neulich hingewiesen hat.

DIE LINKE bleibt dabei: Wir brauchen ein umfangreiches Sonderprogramm zur Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe, das alle Teilbereiche erreicht und auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten enthält."

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