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Todesstrafe ist immer inhuman und gehört vollständig abgeschafft

Pressemitteilung von Zaklin Nastic,

Die Todesstrafe ist bestialisch und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Deshalb setzt sich DIE LINKE für ihre vollständige Abschaffung ein – und zwar überall auf der Welt. Es ist daher richtig und wichtig, Länder wie den Iran oder Belarus für die Vollstreckung der Todesstrafe in aller Schärfe zu kritisieren. Aber die Bundesregierung darf auch dann nicht schweigen, wenn es um Exekutionen in Saudi-Arabien oder in den USA geht. Vor allem jetzt, wenn der US-Bundesstaat Arizona es ernsthaft in Erwägung ziehen, das Auschwitz-Gift Zyklon B für grausame Hinrichtungen in Gaskammern zu verwenden, hat Deutschland eine historische Verantwortung, dieses inhumane und geschichtsvergessene Vorhaben lautstark anzuprangern“, erklärt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober. Nastic weiter:

„Laut einer in dem renommierten Fachblatt ‚Proceedings of the National Academy of Sciences‘ veröffentlichten Studie sind mehr als vier Prozent der in den Vereinigten Staaten zum Tode verurteilten Häftlinge unschuldig. Eine andere Studie aus dem Jahr 2000 ergab sogar, dass ganze 68 Prozent der erstinstanzlichen Todesurteile fehlerhaft sind. Zudem bleibt die Anwendung der Todesstrafe in den USA auch im 21. Jahrhundert zutiefst selektiv und rassistisch. Aktuelle Zahlen belegen, dass das ‚Capital Punishment‘ mehr als zehn Mal öfter vollzogen wird, wenn afroamerikanische Täter wegen Mordes an einer weißen Person verurteilt wurden als umgekehrt. Dass die Bundesregierung davor die Augen verschließt, ist absolut inakzeptabel.“

„Jedwede Diskussionen über eine möglichst ‚humane‘ Art der Todesstrafe sind hochgradig zynisch. Staatlich sanktionierter Mord kann niemals human oder menschenrechtskonform sein. Menschenrechte gelten für alle – auch für Personen im Strafvollzug. Nur diejenige Gesellschaft, die es schafft, das Leben und die Würde eines jeden Menschen immer und überall zu achten, kann von sich behaupten, eine zivilisierte und aufgeklärte Gesellschaft zu sein.“

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