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Tabakwerbung verbieten und Prävention stärken

Pressemitteilung von Monika Knoche,

Zum morgigen Weltnichtrauchertag erklärt Monika Knoche, drogenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. und stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

Die Bundesregierung muss endlich ihre Verantwortung zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung wahrnehmen und ein nationales Tabakwerbeverbot erlassen - in den Printmedien, im Kino und im Internet. Auch das Sponsoring von Veranstaltungen etwa bei Sportereignissen und das kostenlose Verteilen von Tabakprodukten müssen verboten werden. Sport und Rauchen gehören nicht zusammen - hier muss sich Deutschland angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft als Vorbild präsentieren.

Jährlich sterben in Deutschland 110.000 bis 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Immer jüngere Kinder und Jugendliche und immer mehr Schwangere greifen zur Zigarette - trotz aller bekannten gravierenden gesundheitlichen Schäden. Die Tabakwerbung ermutigt Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen anzufangen. Sie untergräbt die Warnungen vor den gesundheitlichen Risiken und schafft eine Stimmung, in der Zigarettenkonsum als Ausdruck von Selbstbestimmung, Gruppenzugehörigkeit und Individualität erscheint.

In diesem Zusammenhang muss die Bundesregierung ebenso ein Verbot der Beimengung von krebs- und suchterzeugenden Zusatzstoffen zu Tabakprodukten erlassen. Es ist in höchstem Maße verwerflich, dass laut Deutschem Krebsforschungsinstitut die Zigarettenindustrie dem Tabak bestimmte Zusatzstoffe, Aromen und karamellisierten Zucker beimengt, die Kindern den Einstieg in die Sucht erleichtern sollen, und dass die Bundesregierung nichts dagegen tut.

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