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SoVD-Konzept zum Inflationsschutz greift zu kurz

Pressemitteilung von Volker Schneider,

"Die Diagnose des SoVD ist zutreffend, der Lösungsansatz greift aber viel zu kurz", kommentiert Volker Schneider das heute in Berlin vorgestellte Konzept des Sozialverbands Deutschland (SoVD) für eine Inflationsschutzklausel, die die Renten vor Wertverlust schützen soll. Weiter erklärt der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

"Wie der SoVD richtig feststellt, mussten die Rentnerinnen und Rentner in den letzten Jahren massive Kaufkraftverluste ihrer Renten und sinkende Zahlbeträge hinnehmen. Weitere Einbußen können sie nicht hinnehmen. Der schleichende Wertverlust muss gestoppt werden. Die Renten müssen wieder den Löhnen folgen.

Bei der Lösung springt der SoVD jedoch zu kurz. Nur zwei der vier Kürzungsfaktoren sollen abgeschafft und stattdessen eine neue Schutzklausel in die Rentenformel eingebaut werden. Damit stellt der SoVD den demografischen Mythos, das Rentenniveau müsse gesenkt werden, weil es immer mehr Alte und weniger Junge gibt, nicht in Frage.

Die Finanzierbarkeit vernünftiger Renten ist jedoch keine Frage des Verhältnisses von Jung und Alt, sondern eine Verteilungsfrage. Wenn die Arbeitgeber wieder paritätisch an der Finanzierung der Alterssicherung beteiligt würden und alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rente einzahlten, wäre die Finanzierung Lebensstandard sichernder Renten auch künftig kein Problem. DIE LINKE fordert deshalb die Abschaffung aller Kürzungsfaktoren in der Rentenformel, die Wiederherstellung der Parität und eine solidarische Erwerbstätigenversicherung."

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