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Solidarität mit hungerstreikenden Abschiebe-Häftlingen

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

Am Sonntag demonstrierten knapp 300 Menschen gegen das Abschiebegefängnis im nordrhein-westfälischen Büren. Während die Aktivistinnen und Aktivisten draußen gegen die unmenschliche Behandlung der Flüchtlinge protestierten, traten rund 70 Häftlinge in den Hungerstreik.

Sevim Dagdelen, Mitglied der Bundestagsfraktion DIE LINKE, solidarisiert sich mit den streikenden Häftlingen in Büren und fordert, die bisherige Praxis der Abschiebungen massiv zu verändern:

Die Entscheidung der 70 Häftlinge, in den Hungerstreik zu treten und den eigenen Tod in Kauf zu nehmen, zeigt die ungeheure Angst vor Abschiebungen in die Herkunftsländer und macht die unmenschlichen Bedingungen in den Abschiebegefängnissen deutlich.
Während die G8-Länder mitverantwortlich für das Elend in den „Dritte-Welt-Ländern“ sind, schotten sie sich gegen Flüchtlinge aus diesen Ländern weitgehend ab.
2006 ist das Jahr mit der höchsten Todesrate an den europäischen Außengrenzen und einem neuen historischen Tiefstand bei den Asylgesuchen.
Damit zu den 50 Menschen, die sich in Deutschland seit 1993 in Abschiebehaft das Leben genommen haben, nicht weitere hinzukommen, werde ich mich weiter für die Häftlinge in Büren einsetzen.
Und weil der Fall Büren keine Ausnahme darstellt, werde ich für die Abschaffung der Abschiebegefängnisse kämpfen.

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