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Schweden für eine gleichstellungsorientierte soziale Familienpolitik zum Vorbild nehmen

Pressemitteilung von Alexander Ulrich,

Alexander Ulrich, Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates, wird als Vertreter der Fraktion DIE LINKE. am 18. und 19. Mai 2006 in Stockholm im Ausschuss für Sozialordnung, Gesundheit und Familie der Parlamentarischen Versammlung des Europarates die Eckpfeiler des familienpolitischen Konzepts der Fraktion vorstellen.

"Ich erwarte mir einen interessanten und intensiven Gedankenaustausch. Schweden ist in vielerlei Hinsicht Vorbild in Sachen Familienpolitik für uns. Deutschland muss sich zu einer gleichstellungsorientierten sozialen Familienpolitik bekennen. Ich fordere ein mittelfristiges Konzept gegen die grassierende Kinderarmut. Jedes Kind muss einen Anspruch auf eine existenzielle Grundsicherung haben. Nicht realisierte Kinderwünsche sind die unerfreuliche Antwort auf die derzeitige Familienpolitik", so der zweifache Familienvater.

"Derzeit ist Familienpolitik in Deutschland eng verknüpft mit einem traditionellen Modell der Ehe mit geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung (dem so genannten ´männlichen Ernährermodell`). Die Erwerbstätigkeit von Müttern ist gering und sinkt mit wachsender Kinderzahl stetig, nur 5% der Väter nehmen die Elternzeit in Anspruch. Wesentliche familienpolitische Leistungen sind im Steuerrecht verankert und führen dort zu zweifelhaften sozialen Verteilungseffekten wie z.B. zur Bevorzugung von Besserverdienenden."

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