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Rückgängige Einbürgerungszahlen belegen den Misserfolg deutscher Integrationspolitik

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

Zu den heute vom statistischen Bundesamt bekannt gegebenen Einbürgerungszahlen, wonach auch im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, erklärt die migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Sevim Dagdelen:

Wer angesichts der stigmatisierenden Diskussionen und Forderungen nach weiterer Verschärfung der Einbürgerungsvoraussetzungen heute noch den Mut aufbringt, seine Einbürgerung zu beantragen, verdient nicht nur den deutschen Pass, sondern auch das Bundesverdienstkreuz.

Einbürgerung darf nicht länger als die Krönung des Integrationsprozesses angesehen werden. Vielmehr bedarf dieser Prozess gleichberechtigter Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Die Einbürgerung ermöglicht diese Gleichberechtigung und ist somit die Grundvoraussetzung der Integration. Deshalb muss das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht mit dem Ziel der Erleichterung von Einbürgerungen reformiert werden. Einen Antrag mit entsprechenden Vorschlägen hat die Linksfraktion vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht. (BT-Drs. 16/1770)

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