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Rentenkürzungen streichen statt Beiträge senken

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald,

"Die Arbeitgeberseite schielt allein auf ihren Vorteil und will die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Tisch ziehen. Die finanziellen Spielräume in der Rente müssen endlich zugunsten der Beschäftigten und der Rentnerinnen und Rentner genutzt werden. Und das heißt: Weg mit der Rente erst ab 67 und weg mit den Kürzungsfaktoren in der Rentenformel", entgegnet Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, auf die Forderung des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, den Rentenbeitragssatz zu kürzen. Birkwald weiter:

"Was die Beschäftigten heute weniger an Beitrag zahlen, müssen sie morgen durch Rentenkürzungen aufgrund der Rente erst ab 67 und der Kürzungsfaktoren in der Rentenformel gleich mehrfach zurückzahlen. Die von Herrn Hundt vorgeschlagene Senkung des Rentenbeitrags entspricht in etwa der mit der Rente erst ab 67 angestrebten Senkung um einen halben Prozentpunkt. Langfristig haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr davon, wenn sie heute keine Beitragssatzsenkung erhalten, dafür aber von einer Rentenkürzung per Gesetz durch die Rente erst ab 67 verschont bleiben. Langfristig muss die Rente wieder den Lebensstandard sichern und vor Armut schützen. Das muss an erster Stelle stehen und nicht der Beitragsvorteil der Arbeitgeberseite."

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