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Rente ab 67 ist arbeitsmarktpolitischer Unsinn

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

"DGB-Chef Michael Sommer hat Recht", sagt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst. "Die Menschen wollen die Rente ab 67 nicht. Sie sind schlauer als die Bundesregierung und wissen, dass die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters arbeitsmarktpolitisch völlig unsinnig war." Ernst weiter:

"Wer sich die amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit über die Entwicklung der Erwerbslosigkeit unter den 60-64 jährigen ansieht, stellt fest: Im letzten Jahr hat sich die Arbeitslosigkeit unter den Ältesten mehr als verdoppelt. Je älter jemand ist, desto stärker ist er von Arbeitslosigkeit bedroht. Dieser Umstand ist ausschlaggebend für die klare Ablehnung der Rente ab 67 in der Bevölkerung. Die offiziellen Statistiken verschleiern das wahre Ausmaß der Nichterwerbstätigkeit von Älteren bewusst. Hunderttausende sind aus dem Arbeitsmarkt ausgesteuert, werden in der amtlichen Statistik aber nicht mehr erfasst.

Statt an dem irrationalen Vorhaben der Rente ab 67 festzuhalten, sollte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz lieber seine Hausaufgaben machen. Wir brauchen dringend einen transparenten Überblick über die dramatische Beschäftigungslage von Menschen über 60. Wer es mit der Überprüfungsklausel für die Rente ab 67 im nächsten Jahr ernst meint, muss jetzt eine ehrliche Arbeitsmarktstatistik vorlegen. Die jetzigen offiziellen Daten sind nur Nebelschwaden, um die Dramatik des Problems zu verschleiern. Aber auch Scholz wird es im September schon merken: Wenn es um die Wurst geht, lassen sich die Leute nicht verscheißern."

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