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Rauschtrinken unter Jugendlichen: Bundesregierung muss Werbeverbot endlich umsetzen

Pressemitteilung von Frank Tempel,

"Ohne regulierende gesetzliche Schritte bleibt der Ausbau von Prävention und Beratung ein hilfloses Unterfangen. Man kann doch nicht allen Ernstes Plakatkampagnen gegen Rauschtrinken finanzieren und andererseits kommerzielle Plakatwerbung zur Förderung von Alkoholkonsum zulassen. Ich erwarte von der Bundesdrogenbeauftragten, dass sie sich klipp und klar für ein Werbeverbot für alkoholische Produkte einsetzt", erklärt Frank Tempel zu der heute durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), vorgestellten Studie "Der Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsener in Deutschland 2012". Der drogenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Was die Bundesregierung in puncto Alkoholregulierung unternimmt, ist halbherzig. Zu groß ist der Einfluss der Lobbyverbände, zu sehr locken die Einnahmen aus der Alkoholsteuer. Angesichts einer Milliarde Euro, die in Deutschland für Werbung und andere 'kommerzielle Kommunikation' von der Alkoholindustrie ausgegeben wird, sind die Präventionsanstrengungen der Bundesregierung lächerlich. Wer wirklich etwas bewirken will, muss kommerzielle Anreize für Alkoholkonsum begrenzen. Und wer sinnvoll Präventionsarbeit leisten will, muss zunächst verstehen, warum sich Jungendliche so häufig krankenhausreif trinken. Bundesregierung und Drogenbeauftragte tun weder das eine noch das andere. Das macht sie unglaubwürdig."

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