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Prävention ist gut – ein umfassendes Gesamtkonzept besser

Pressemitteilung von Diana Golze,

"So unterstützenswert dieses Programm auch ist, es darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte auch die notwendigen Ansprechpartner haben müssen und dass eine Telefonhotline für die Opfer sexueller Gewalt immer auch auf ein flächendeckendes Beratungsnetz vor Ort zurückgreifen können muss. Von einem solchem Beratungsangebot sind wir aber - vor allem in den ländlichen Regionen – noch meilenweit entfernt", erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze, zur Vorstellung der bundesweiten Initiative gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder. Golze weiter:

"Der im Abschlussbericht des Runden Tisches 'Gegen sexuelle Gewalt gegenüber Kindern' zugesagte Hilfefonds des Bundes für den Ausbau und die Verstetigung eines flächendeckenden Hilfeangebotes ist im Haushalt für 2013 nicht aufzufinden. Das verschweigt die Ministerin geflissentlich. Kristina Schröder bringt Präventionsprojekte auf den Weg, die Rechnung für die notwendigen Beratungsstellen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendämter zahlen Länder und Kommunen.So wichtig Präventions- und Bildungsangebote sind, und so überfällig ein bundesweites Aufklärungsprojekt ist, dürfen die großen Defizite, die es noch immer bei der Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches gibt, nicht in den Hintergrund treten. Wer Kinder schützen will, muss ihnen Rechte geben. Eine Ministerin, die sich mit Präventionsprogrammen in der Öffentlichkeit präsentiert und gleichzeitig die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ablehnt, ist zutiefst unglaubwürdig."

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