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Pflegeversicherung sofort behandeln

Pressemitteilung von Kathrin Senger-Schäfer,

"Die neuen Zahlen zur Versorgung von Pflegbedürftigen belegen, dass die Pflegeversicherung selbst dringend behandlungsbedürftig ist. Die Teilkostenabsicherung reicht hinten und vorne nicht. Sie führt zu sozialen Verwerfungen wie Pflege- und Altersarmut, die nicht Ziel einer Sozialversicherung sein können", sagt Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts zur Pflegestatistik 2011. Senger-Schäfer weiter:

 

"Die vorliegenden Zahlen zeigen schwarz auf weiß, dass die meisten Pflegbedürftigen zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt werden. Jedoch nehmen die Möglichkeiten und die Bereitschaft, die eigenen Angehörigen zu pflegen, angesichts der Veränderung der Familienstrukturen und des Familienbildes kontinuierlich ab. Nicht zuletzt macht die Arbeitnehmern heutzutage abverlangte größtmögliche Flexibilität die Pflege von Angehörigen nahezu unmöglich. Der Rohrkrepierer Familienpflegezeit von Familienmisterin Schröder bringt hier keine Verbesserungen. Nach wie vor treffen Überforderung und Überlastung der pflegenden Angehörigen hauptsächlich Frauen. Es sind die Mütter, Töchter, Schwiegertöchter oder Ehefrauen, welche die Pflege unentgeltlich und unter großen Belastungen übernehmen.Die Pflegeversicherung muss dringend neu ausgerichtet werden: Dazu gehören in erster Linie die Überwindung des Teilkaskoprinzips hin zu einer Pflegevollversicherung und die Aufhebung der ungerechten und unsinnigen Trennung von privater und sozialer Pflegeversicherung. Mit der solidarischen Bürgerversicherung der LINKEN wird die Pflegeversicherung auf die notwendige solide Grundlage gestellt, um die Pflegeinfrastruktur an den tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten. Selbstbestimmung und Teilhabe sind die Ziele, denen die Pflegeversicherung in Zukunft folgen muss."

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