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Partystimmung für Fußballfans und Katerstimmung für Stadionangestellte

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Es kann nicht sein, dass die Rechte südafrikanischer Stadionangestellter mit Füßen getreten werden, während die Welt sich am reibungslosen Ablauf der WM-Spiele erfreut. Denn es sind gerade auch die Ordner, die dies ermöglichen - doch weil sie nicht im Rampenlicht stehen, scheint ihre Arbeit offensichtlich nicht wertgeschätzt“, so Niema Movassat anlässlich des gewaltsamen Vorgehens der Polizei gegen circa 500 Ordner. Diese hatten nach dem Spiel Deutschland-Australien dagegen protestiert, dass ihnen weniger Lohn als vereinbart gezahlt werden soll. Das Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die FIFA ist verantwortlich für die Auswahl der Firmen, die die Ordner beschäftigen. Damit hat sie auch die soziale Verpflichtung, darauf zu achten, dass die Arbeitnehmerrechte gewahrt werden. Nachdem es hier offensichtlich zu Vertragsbrüchen kam, ist die FIFA aufgerufen, für die Einhaltung der Verträge gegenüber den Stadionangestellten zu sorgen. Die Demonstranten hatten das Recht, gegen diesen Vertragsbruch zu demonstrieren. Es ist nicht hinnehmbar, dass die südafrikanische Polizei zum einen Gewalt gegen die Demonstranten einsetzte und zum anderen nun ankündigte, die Organisatoren des Protests festzunehmen. Auch hier ist die FIFA aufgefordert, für die Rechte der Stadionangestellten einzutreten.“

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