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Nur gute Arbeitsbedingungen sichern Fachkräfte

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

„Regelmäßig und gebetsmühlenartig wird von Arbeitgebervertretern ein Fachkräftemangel beklagt, den es so nicht gibt. Allenfalls gibt es punktuelle Engpässe, doch die sind in der Regel hausgemacht. Schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne sorgen dafür, dass manche Branchen Probleme haben Arbeitsplätze zu besetzen“, erklärt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Arbeitsmarktreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Zimmermann weiter:

„Das Gespenst eines flächendeckenden Fachkräftemangels zu nähren, dient in erster Linie dazu, nichts an den schlechten Arbeitsbedingungen ändern zu müssen und nach Arbeitskräften aus dem Ausland zu rufen, die man zu diesen schlechten Konditionen beschäftigen möchte. Die Altenpflege ist dafür ein Beispiel. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Bundesregierung ist letztlich ein Kniefall vor den Arbeitgebern, die jahrelang mit schlechten Arbeitsbedingungen dafür gesorgt haben, dass ihre Arbeitsplätze gemieden werden.

Statt weiter auf eine Niedriglohnstrategie und einen deregulierten Arbeitsmarkt zu setzen, muss die Bundesregierung für gute Arbeit sorgen – im Interesse der bereits hier Tätigen, aber auch für die, die zum Arbeiten hierher kommen möchten. Statt einen vermeintlichen Fachkräftemangel zu beklagen, sollten Arbeitgeber stärker als bisher Langzeiterwerbslose, ältere Erwerbslose und Menschen mit Behinderungen bei der Stellenbesetzung berücksichtigen.“

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