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Nominierung Steinbachs ist eine weitere Provokation gegenüber Polen

Pressemitteilung von Ulla Jelpke,

"Die Nominierung von Erika Steinbach für den Beirat des sogenannten Zentrums gegen Vertreibungen ist eine erneute Provokation für unsere osteuropäischen Nachbarstaaten, die unter dem deutschen Faschismus schlimmste Verbrechen erleiden mussten", erklärt Ulla Jelpke zur Diskussion um die Besetzung des Beirates. Jelpke weiter:

"Die heutige Präsidentin des Bundesverbandes der Vertriebenen hat 1991 im Bundestag gegen die Ankerkennung der Oder-Neiße-Linie als polnischer Westgrenze gestimmt. Mit ihrem deutschnationalen Geschichtsbild will sie den Eindruck erwecken, der Krieg und seine Folgen hätten vor allem Deutsche zu Opfern gemacht.

Die Nominierung einer solchen Person für den Beirat bekräftigt die von der LINKEN von Anfang an geäußerten Bedenken, dass im Zentrum gegen Vertreibungen ein Geschichtsrevisionismus die Oberhand gewinnt, der auch noch staatlich subventioniert wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits im vergangenen Jahr durch ihre Festrede zur 50-Jahr-Feier des BdV für einen Affront gegenüber Polen gesorgt. Jetzt wäre sie gut beraten, endlich ein Machtwort gegen Erika Steinbach zu sprechen, um selbst nicht noch weiter in den Geruch des Revanchismus zu geraten."

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