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Neue Konzepte für die Gesundheitsversorgung erforderlich

Pressemitteilung von Birgit Wöllert,

"Es ist absurd, dass bei steigenden Arztzahlen gleichzeitig die weißen Flecken in der Versorgung wachsen. Die drohende Unterversorgung in benachteiligten Regionen kann nicht wirksam bekämpft werden, wenn wir nicht endlich auch die Überversorgung angehen. Es reicht eben nicht, einfach mehr Geld ins System zu pumpen. Der Koalitionsvertrag verspricht aber genau das. Nötig wäre ein mutiger Schritt hin zu einer patientenorientierten Versorgung. Es darf nicht um die Versorgung der Ärzte gehen, sondern um die Versorgung durch Ärzte", erklärt Birgit Wöllert, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Gesundheitsausschuss. Wöllert weiter:

"Bei der hausärztlichen Versorgung droht in den nächsten Jahren eine massive Unterversorgung. Das Versorgungsstrukturgesetz von 2011 hat sich wie erwartet als stumpfes Schwert erwiesen. Dennoch sind mit dem neuen Koalitionsvorhaben keine Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten zu erwarten. Dabei sind grundlegendere Verbesserungen notwendig. Der Bedarf an ärztlicher Versorgung muss wissenschaftlich ermittelt werden. Die Versorgungssteuerung muss Praxen und Krankenhäuser gleichermaßen berücksichtigen. Darüber hinaus brauchen wir endlich mehr Polikliniken, neue mobile Versorgungskonzepte und eine Neuordnung der Gesundheitsberufe."

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