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Nabucco ist wirtschaftlicher, ökologischer und außenpolitischer Unfug

Pressemitteilung von Alexander Ulrich,

„Die Nabucco -Pipeline hat keine Zukunft“, erklärt Alexander Ulrich, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union, anlässlich der Unterzeichnung des Nabucco-Vertrages durch fünf EU-Staaten und der Türkei. Ulrich weiter:

„Das Nabucco-Projekt verschlingt 7,9 Milliarden Euro, die besser in der Entwicklung regenerativer Energiequellen angelegt wären. Das Engagement des ehemaligen Bundesaußenministers Joschka Fischer als bezahlter Lobbyist für Nabucco ist daher ein ökologisches Armutszeugnis. Nabucco ist kein Beitrag zur Lösung der Energiekrise. Russland soll zu Gunsten weniger osteuropäischer Transitländer mit viel Geld umschifft werden, obwohl zahlreiche europäische Staaten Gas aus Nordafrika beziehen. Die Kooperation von Nabucco und Iran bleibt zudem weiter unklar.

Dabei wird übersehen das die Gasbeziehungen mit Russland auf wechselseitiger Abhängigkeit beruhen. Daher ist Russland selbst während des Kalten Krieges immer seinen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen. Die Lieferunterbrechung an die Ukraine hatte mit unbezahlten Rechnungen und der Weigerung der Ukraine zu tun, marktwirtschaftliche Preise für russisches Gas zu entrichten. Es ist aber inakzeptabel von Russland durch die Energiecharta die Privatisierung der Energieversorgung zu verlangen, sich aber dann über die russische Preispolitik zu beklagen. Gespräche mit einem Abramovic sind eben nicht einfacher als mit dem russischen Präsidenten Medwjedew.

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