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Mit dem Flughafen Tempelhof wird die Bahn zur Luftnummer

Pressemitteilung von Dorothée Menzner,

„Da rutscht der Weihnachtsmann mit einem Überraschungspaket durch den Kamin“, kommentiert Dorothée Menzner, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., die Tempelhof-Pläne von Bahnchef Mehdorn. „Nun verzettelt er sich vollends“, bemerkt die Abgeordnete.

Sie verweist darauf, dass die Zuordnung der Immobilien bei der Deutschen Bahn noch vollends ungeklärt ist, obwohl dies vom Bundestag erwartet wird. Darum sollte Herr Mehdorn sich kümmern, meint sie zu den ausstehenden Hausaufgaben der Bahn. „Es ist amüsant, wenn sich der Bahnchef jetzt nicht nur um die brach liegenden Bahnlandschaften, sondern auch um brach zu legende Flugfelder kümmert.“

Schließlich habe DIE LINKE. jüngst ein Papier zur künftigen Organisation der Deutschen Bahn vorgelegt, indem sie die Trennung von Betrieb und Netz befürwortet, aber beide Unternehmen in Bundeshand belassen will.

„Mit dem Flughafengeschäft will Mehdorn von den Problemen in seinem Hause ablenken“, vermutet die verkehrspolitische Sprecherin.

Dorothée Menzner warnt: Vor einigen Jahrzehnten sei die US-Eisenbahn PennCentral in das Fluggeschäft eingestiegen. Dies habe binnen zwei Jahren zu deren Pleite geführt, sagt die Abgeordnete. Als Folge habe dort der Staat den Personen-Fernverkehr übernehmen müssen, wobei Amtrak mit der Übernahme 1971 zwei Drittel der Fernzüge eingestellt habe. „Dies könne sich jetzt in Deutschland wiederholen.“

„Die Bahn muss sich auf ihr Kerngeschäft, das Reisen von Menschen und den Transport von Gütern auf der Schiene kümmern“; so die Abgeordnete. „Der Bahnchef sollte es unterlassen, jetzt einem Flughafen künstlich das Leben zu verlängern.“

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