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Letzte Ausfahrt vor dem Absturz: Refinanzierung der Staatsschulden direkt durch die EZB

Pressemitteilung von Michael Schlecht,

"Eine direkte Refinanzierung der Staatsschulden durch die EZB ist jetzt dringend notwendig. Italien steht vor dem Abgrund", erklärt Michael Schlecht angesichts der rasant steigenden Zinsen für italienische Staatsanleihen und der damit einhergehenden Zuspitzung der Finanzkrise. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Seit Oktober sind die Zinsen für italienische Staatsanleihen von 3,6 Prozent auf bis zu 7,5 Prozent gestiegen. Bei diesem Zinssatz ist das Land bald zahlungsunfähig. Allein 2012 muss Italien über 300 Milliarden Euro refinanzieren. Der EFSF kann Italien mit seiner Staatsschuld von 1,9 Billionen Euro nicht retten. Es sind nur noch 250 Milliarden Euro verfügbar, und ob die Hebelung auf eine Billion Euro kommt, steht noch in den Sternen. Gehandelt werden muss jetzt. Wenn ein Wirtschaftsnobelpreisträger wie Paul Krugman Alarm schlägt, ist es höchste Zeit. Die Blockadehaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unverantwortlich.

Der momentane Zinsanstieg für italienische Anleihen ist durch keine realwirtschaftliche Entwicklung gedeckt. Fällt der Euro, hat dies auch katastrophale Folgen für die deutsche Wirtschaft. Sollte sich die EZB weigern, die direkte Refinanzierung der Staatsschulden zu übernehmen, muss umgehend eine europäische Bank für öffentliche Staatsanleihen eingerichtet werden, die dieser Aufgabe nachkommt."

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