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Kindeswohl muss im Zentrum stehen

Pressemitteilung von Diana Golze,

"Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen belegt mit deutlichen Worten das Scheitern der Bundesregierung und erteilt der Politik einen konkreten Handlungsauftrag", kommentiert die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze, den UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2011/2012. "Das Wohlbefinden und die Zukunftsaussichten von Kindern sind abhängig vom Wohlbefinden und den Zukunftsaussichten der Eltern. Mit welcher Arbeitsmarktsituation Eltern konfrontiert sind und in welcher sozialen Lage sie sich befinden, ist deshalb von zentraler Bedeutung für das Wohl und die Perspektiven ihrer Kinder und deren Chance auf schulische und soziale Teilhabe." Golze weiter:

"Armut ist ein entscheidender Faktor, wenn es um gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten geht. Sie überträgt sich von den Eltern auf die Kinder – mit all den bekannten Folgen für den weiteren Lebensweg der Kinder im Hinblick auf Wohlbefinden, Selbstvertrauen, Schule und Ausbildung. Besonders betroffen sind hier Kinder von Alleinerziehenden. Es ist gut, dass UNICEF eine differenzierte und nach Regionen untergliederte Betrachtung vornimmt. Denn Familien brauchen sowohl besondere finanzielle Unterstützung, als auch eine den regionalen Erfordernissen angemessene öffentliche Infrastruktur, die sie in allen Bereichen des Alltags stärkt und stützt. Es bedarf des Zusammenwirkens von Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, um das Armutsrisiko von Familien zu reduzieren und Kindern eine würdevolle Zukunft zu eröffnen. Die Bundesregierung betreibt hier jedoch nur Flickschusterei, wenn sie denn überhaupt etwas unternimmt.

DIE LINKE sieht sich durch den UNICEF-Bericht in ihren Positionen zur Kinder- und Jugendpolitik, zur Familien- und Alleinerziehendenpolitik bestätigt. Wir müssen die öffentlichen Infrastruktur für Familien sowie die Kinder- und Jugendhilfe stärken, die Integration in den Arbeitsmarkt verbessern und Armut wirkungsvoll bekämpfen. DIE LINKE wird die Bundesregierung mit parlamentarischem und außerparlamentarischem Druck an ihre Verantwortung erinnern und konkrete Verbesserungsvorschläge auf den Tisch legen."

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