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Kinderarmut - in Deutschland wird an der Realität vorbei regiert

Pressemitteilung von Diana Golze,

"Die Große Koalition darf Kinderarmut nicht weiter ausblenden, sie muss handeln", kommentiert Diana Golze, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, die heute veröffentlichte Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes zu Kinderarmut. Golze weiter:

"2,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind von Armut betroffen. Rund drei Viertel der Befragten meinen, das staatliche und gesellschaftliche Engagement gegen Kinderarmut reiche nicht aus. Geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut sind vor allem, einkommensschwache Familien und deren Kinder mit Lehrmittelfreiheit (97 Prozent), kostenfreiem Essen in Schule und Kita (86 Prozent) und auch kostenfreien Beteiligungsmöglichkeiten an Bildung, Kultur und Sport (81 Prozent) sowie kostenlosen Ganztagsbetreuungen in Schulen und Kitas (84 Prozent) zu unterstützen. Zwei Drittel der Befragten wäre gar bereit, höhere Steuern dafür zu bezahlen. Diesen Erkenntnissen aus der Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes steht ein Koalitionsvertrag gegenüber, der Kinderarmut ignoriert. Das Ignorieren von Armut hilft aber den Betroffenen nicht weiter. Das haben im Gegensatz zur Bundesregierung weite Teile der Gesellschaft erkannt.

Kinderarmut muss endlich wirksam bekämpft werden, statt arme Kinder und Jugendliche auszugrenzen und Betroffene einer uferlosen restriktiven Bürokratie auszusetzen. DIE LINKE fordert einen Mindestlohn, der den Namen verdient und Familienarmut bekämpft sowie eine Kindergrundsicherung, die Armut verhindert. Das Land braucht eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur, die allen Kindern und Jugendlichen offen steht."

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