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Kinder dürfen keine Soldaten sein!

Pressemitteilung von Helin Evrim Sommer,

„Die Bundesregierung muss die soziale und berufliche Reintegration ehemaliger Kindersoldaten zu einem Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit mit Staaten des globalen Südens machen, in denen bewaffnete Konflikte existieren“, fordert Helin Evrim Sommer, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Red Hand Day am 12. Februar. Sommer weiter:

„Erlernen zu müssen andere Menschen zu töten, ist mit das Grausamste, das Kindern angetan werden kann. Über 250.000 Kinder unter 18 Jahren werden aktuell in mindestens 19 Staaten als Soldaten und Soldatinnen eingesetzt. Islamistische Terrororganisationen entführen Kinder aus ihren Familien oder kaufen sie den Eltern ab, um sie für das Töten auszubilden. Boko Haram, Al-Shabaab, der Islamische Staat, die Taliban oder die Hisbollah morden auch mit Kinderhänden. Schon Siebenjährige werden für Selbstmordattentate missbraucht, darunter auch Mädchen. Sie sind Täter und Opfer zugleich.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, jedes Jahr mindestens 200 Millionen Euro im Bundeshaushalt für Hilfen für Kinder in bewaffneten Konflikten bereitzustellen. Die Mittel sollen dazu dienen, die psycho-sozialen Traumata zu behandeln, durch nachholende Bildungs- und Ausbildungsangebote Rückkehrchancen ins zivile Leben zu eröffnen sowie der Rekrutierung von neuen Kindersoldaten vorzubeugen.

Die Bundesregierung muss zudem den Export von Kleinwaffen und leichten Waffen wenigstens in diejenigen Staaten strikt untersagen, in denen Kinder von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren für bewaffnete Konflikte rekrutiert werden können. Die Kinder im globalen Süden benötigen auch bei uns starke Fürsprecher in der Politik, die dafür sorgen, dass sie den Weg zurück in ein normales Leben finden und anderen Kindern das Schicksal als Kindersoldat künftig erspart bleibt.“

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