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Keine Angst vorm Inflations-Gespenst

Pressemitteilung von Axel Troost,

"Bei ihrer Entscheidung, den Leitzins unverändert bei 1,5 Prozent zu lassen, hat sich die Europäische Zentralbank zu sehr vom Gespenst der Inflation einschüchtern lassen. Die düsteren Konjunkturaussichten verlangen nach niedrigeren Zinsen", erklärt der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Axel Troost. "Ein wichtiger Beitrag Deutschlands zur Bekämpfung der Rezession wäre darüber hinaus eine staatlich koordinierte Lohnpolitik, die für höhere Löhne sorgt. Denn solange die Verbraucher keine positive Erwartung über ihr künftiges Einkommen haben, wird es auch keine Belebung der Konjunktur geben." Troost weiter:

"Seit Jahren führt die überproportional zunehmende Geldmenge nicht zu einer Inflation der Verbraucherpreise. Das zusätzliche Geld wird nämlich nicht für den Kauf von Waren und Dienstleistungen verwendet, sondern vor allem in Finanzanlagen und Vermögensbestände investiert. Dies führt dort zu steigenden Preisen, etwa für Aktien und Immobilien, und ist immer wieder Ursache für Finanzblasen. Statt beim Verbraucher Inflationsängste zu schüren, wäre es ratsam, das überschüssige Geld abzusaugen, etwa durch eine Finanztransaktionssteuer und durch Vermögensteuern. Dies nähme den Reichen und Superreichen auch das Spielgeld, mit dem sie die Gesellschaft kaputt spekulieren. Die Zentralbank braucht neben dem Zins zusätzliche Instrumente gegen Preisblasen an den Finanzmärkten – etwa eine Aktivmindestreserve."

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