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Integration braucht klare Taten statt großer Worte

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

„Gesetzesverschärfungen, Sanktionen und Wohnsitzauflagen befördern keine Integration. Sie befördern eher rechte Stammtischdebatten“, erklärt Sevim Dagdelen, Beauftragte für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute beginnende Konferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in Dresden. Dagdelen weiter:

„Eine soziale ‚Ghettoisierung‘ verhindert man nicht durch Wohnsitzauflagen. Wohnsitzauflagen beschränken den Zugang zum Arbeitsmarkt und führen zur Isolation von Flüchtlingen. Gute Integration gelingt nur bei einer sozialen Offensive für alle in Deutschland lebenden Menschen. Notwendig sind gute Arbeitsplätze, die den Lebensunterhalt sichern, statt Ein-Euro-Billigjobs für Migranten.

Migranten brauchen nicht immer wieder große Worte über die ‚Teilhabe von Flüchtlingen am gesellschaftlichen Leben‘. Sie brauchen ein ausreichendes und flächendeckendes Angebot. Seit Jahren ist die Nachfrage größer als das Angebot. Überall im Land mangelt es an Lehrkräften und Integrationskursen, notwendigen berufsbegleitenden Maßnahmen und der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen, um Flüchtlingen den Weg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Die Bundesregierung muss die notwenigen Mittel für die Integration endlich zur Verfügung stellen.“

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