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Höhere Bahn-Preise sind sozial und ökologisch ein falsches Signal

Pressemitteilung von Dorothée Menzner,

Anlässlich des heute vom Statistischen Bundesamt konstatierten Rekordzuwachses beim Eisenbahngüterverkehr erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Dorothée Menzner:

Die von der Deutschen Bahn AG für 2008 geplante Anhebung der Fahrpreise im Regionalverkehr und der Trassengebühren für das Nutzen der Bundesschienenwege ist ein falsches Signal. Der Güterverkehr nimmt auf der Schiene zu und nun treibt die Bahn die Kosten für Schienentransporte hoch. Bis zu 2,2 Prozent sind im Gespräch.

Das erinnert an das Gebaren der Ölkonzerne, die vor jeder Ferienreisewelle frech die Benzinpreise erhöhen. Viele Verkehrsverbünde und -unternehmen beklagen die vielen Langsamfahrstellen wegen des schlechten Gleiszustandes. Trotzdem noch mehr Geld zu verlangen, ist eine Veräppelung aller Bahnkunden.

Bund und Bahn haben auch eine gesamtstaatliche soziale und ökologische Verantwortung, der sie gerecht werden müssen. Deshalb lehnt DIE LINKE. nicht nur die Preiserhöhung, sondern auch eine Initiative des Bundesrats ab, die Genehmigungspflicht für Nahverkehrstarife abzuschaffen und durch eine Anzeigepflicht gegenüber den Landesregierungen zu ersetzen. Das ist der Versuch, sich völlig aus der Verantwortung für den Bahnverkehr zurückzuziehen. Für die Börsen-Bahn soll auch noch die letzte Schranke zur Renditejagd beseitigt werden.

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