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Herero und Nama endlich an den Verhandlungstisch

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Die anlässlich einer Klage zweier Nachkommen der Herero und Nama gegen Deutschland in New York geforderten Kompensationen halte ich für längst überfällig. Bei der von Deutschland gezahlten Entwicklungshilfe ist nicht garantiert, dass sie bei den Opfern ankommt. Die Nachfahren leiden heute noch unter Folgen des tausendfachen Mordes. Die deutsche Kolonialmacht hat nicht nur Familien zerstört, sondern den Herero und Nama wurde ihr Land und damit ihre Lebensgrundlage entzogen“, so Niema Movassat, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Movassat weiter:

„Es ist absurd, dass die Nachfahren der Opfer des Genozids bisher von den Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia ausgeschlossen wurden. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass die Bundesregierung mit den Herero und Nama direkt verhandeln muss.

Gerade Deutschland hat eine historische Verantwortung, die Opfer des ersten deutschen Genozids aufrichtig zu behandeln. Direkte Gespräche mit den Opfern müssen ein erster Schritt sein. DIE LINKE fordert einen Trialog mit den Nachfahren der Opfer, dem namibischen Staat und Deutschland.“