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Grüne Woche: Politik muss neue Anreize für ökologischer Landbau setzen

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

Auch in diesem Jahr macht die Entwicklung der Bioprodukte vor und während der Grünen Woche von sich reden. Durch die Bank stellen Wirtschaft, Verbände, Vertreterinnen und Vertreter aller politischen Parteien fest, dass Bio boomt. Und dies wird aus Sicht des Lebensmitteleinzelhandels auch weiter so bleiben. Aber wer profitiert von diesem Boom?

Auf EU-Ebene wird den Landwirtinnen und Landwirten, die sich dem hohen Niveau der Öko-Erzeugung verschrieben haben, das Leben schwer gemacht. Auf der Konferenz der europäischen Agrarminister im Dezember 2006 hat auch Agrarminister Seehofer grünes Licht für eine neue europäische Öko-Verordnung gegeben. Diese weicht einige wesentliche Kriterien der Ökoproduktion auf und vereinfacht den Import von Ökowaren aus Drittländern. Damit ist programmiert, dass das Wachstum der Branche an den regionalen Produzentinnen und Produzenten vorbeigehen wird und die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr sicher sein können, dass auch Öko drin ist, wo Öko drauf steht. Voraussichtlich werden nur die großen Ketten des Lebensmitteleinzelhandels profitieren.

Doch nicht nur auf EU-Ebene wird Unfug getrieben. So wird in vielen Bundesländern die Förderung des ökologischen Landbaus gekürzt oder zeitweise beendet. Ausgerechnet in einer Zeit, in der Signale für eine Ausweitung der Ökologischen Landwirtschaft gesetzt werden müssten, passiert genau das Gegenteil.

DIE LINKE. fordert Bund und Länder auf, neue und verstärkte Anreize für den Ökolandbau zu setzen und die Landwirtinnen und Landwirte in Europa intensiver zu unterstützen.

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