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Gravierende Mängel in der Berufsausbildung

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

„Der Ausbildungsreport ist als Hilfeschrei vieler Auszubildender zu verstehen und weist auf gravierende Mängel in der Berufsausbildung hin“, erklärt Agnes Alpers, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, zum heute veröffentlichten Ausbildungsreport 2010 des DGB. Agnes Alpers weiter:

„Dieser Ausbildungsreport stellt der Berufsausbildung ein schlechtes Zeugnis aus. In vielen Bereichen, etwa im Hotel- und Gaststättenbereich, verdient die Ausbildungsqualität klar die Note mangelhaft: Hier wird hart gearbeitet, und Überstunden sind an der Tagesordnung. Als Auszubildende sind die Jugendlichen gern gesehen, sie übernehmen viele ungeliebte Arbeiten in der Küche, vielfach bis spät in den Abend hinein. Und sie sind billig, denn die Ausbildungsvergütungen in diesem Bereich sind erschreckend gering. Nach der Ausbildung erfolgt dann das böse Erwachen: Die allerwenigsten werden in reguläre Arbeitsverhältnisse übernommen.

Der Hotel- und Gaststättenbereich ist aber nicht der einzige Bereich, in dem es schwerwiegende Probleme gibt. Insgesamt hat jeder zehnte der Befragten schon mal eine Berufsausbildung abgebrochen. Vielfach wird nicht einmal der Jugendarbeitsschutz eingehalten. Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass es hier nicht nur Gesetze, sondern auch wirksame Kontrollen gibt. Und auch die Länder sind aufgerufen, mehr Geld in Bildung zu investieren: Die Bewertung der Berufsschulen wird von Jahr zu Jahr schlechter."

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