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Gesundheit ist keine Privatsache

Pressemitteilung von Harald Weinberg,

"Der Anteil der privaten Ausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben verharrt mit 13,2 Prozent der Ausgaben bzw. 43,2 Milliarden Euro auf einem zu hohen Niveau. Da diese Daten das Jahr 2014 beschreiben und seitdem die Zusatzbeiträge stark angestiegen sind und weiter steigen werden, darf von einer derzeit noch deutlich höheren faktischen Belastung der privaten Haushalte ausgegangen werden", kommentiert Harald Weinberg, Sprecher für Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen der Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamtes. Weinberg weiter:

"Seit der Arbeitgeberanteil in der gesetzlichen Krankenversicherung eingefroren ist, hat die Bundesregierung die Spendierhosen an und verteilt Wohltaten an ausgesuchte Leistungserbringer – meist ohne jeden Nutzen für die Patientinnen und Patienten. Das nächste Geschenkpaket wird gerade für die Pharmaindustrie geschnürt – und das bei weiter steigenden Arzneimittelausgaben. Es ist schon bezeichnend, dass die Regierung einen Ausgabenanstieg bei den Medikamenten von fast vier Prozent als Erfolg einer gesetzlichen Preisbremse feiert.

Gezahlt wird das alles aus den Taschen der Versicherten, die die steigenden Zusatzbeiträge allein schultern müssen, eben weil sie keine Einkommenszuwächse von vier Prozent und mehr haben. Es ist höchste Zeit, die Arbeitgeber wieder angemessen am Solidarsystem zu beteiligen. Deshalb sollten sie sich wieder paritätisch, also hälftig, an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung beteiligen müssen. Dazu gehört auch, Zuzahlungen abzuschaffen und damit die Leistungen wieder vollständig über paritätisch finanzierte Beiträge zu bezahlen."