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"Gastarbeiter" ohne Rechte sollen deutschen Aufschwung sichern

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

Zu den Forderungen des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Ludwig Georg Braun, den Arbeitsmarkt stärker für ausländische Fachkräfte zu öffnen, erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Sevim Dagdelen:

Dass der DIHK-Präsident den Fachkräftemangel durch das Anwerben neuer "Gastfacharbeiter" decken will, ist perfide. Mit seiner Forderung stößt er ins gleiche Horn wie der Bundesinnenminister. Dessen Idee ist, künftig ein gewisses Kontingent ausgewählter Arbeitskräfte auf drei bis fünf Jahre befristet einwandern zu lassen. Aufenthaltsrechtlich läuft die Idee auf die Wiedereinführung des Gastarbeiterstatus hinaus. Das bedeutet, keine oder nur minimale soziale Rechte und Ansprüche.

Das eigentliche Problem ist, dass deutsche Unternehmen zu wenig selbst ausbilden. Deshalb erhalten jährlich zigtausend Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund keinen Ausbildungsplatz. Appelle reichen hier nicht mehr aus. Was wir brauchen, ist eine solidarische, branchenbezogene, gesetzliche Ausbildungsplatzumlage.

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